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Bericht

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RaRo in Südtirol oder einfach Vorsicht Ei!

Carola 15.09.2009
Was macht eine Gruppe RaRo in Südtirol auf einem richtigen Pfadfinderlager?
Genau! Wandern, in Zelten schlafen und viel essen!
Und am besten gleich alles zusammen und über mehrere Tage. Da Zelt, Schlafsack, Unterlagsmatte, Gewand und Proviant für 5 Tage ja nur läppische 15-20 kg wiegen, kamen wir auch dementsprechend schnell voran. Kurzum: Bereits nach dem ersten Tag mussten wir uns eingestehen, dass unsere ursprüngliche Strecke nicht in der dafür vorgesehenen Zeit zu bewältigen war. Das war aber kein großes Drama und nach einer längeren Diskussion einigten wir uns auf die einzige vernünftige Alternative und änderten unsere Wanderroute. Nach diesem ersten - sehr anstrengen - Wandertag fielen wir nach einem leckeren Fertigmenü erschöpft in die Schlafsäcke.
Der zweite Tag gestaltete sich weniger anspruchsvoll und wir kehrten mittags in eine Hütte ein. Am Abend fanden wir einen tollen ebenen Lagerplatz an einem Fluss. Der dort ansässige, offenbar misanthropisch veranlagte, Bergbauer, beschloss mitten in der Nacht auf ein Pläuschchen vorbeizukommen und hätte uns fast von dort vertrieben. Zu unserer Verteidigung: Ein Ortskundiger hatte es uns erlaubt, in dieser Gegend zu biwakieren. Schließlich einigten wir uns mit dem nächtlichen Besucher auf ein Ultimatum und räumten am nächsten Tag um 8 Uhr die Wiese.
Am Vormittag stand uns eine Gipfelbesteigung bevor, die wir mit Bravour meisterten. Oben auf 2500m legte unsere „Neue“, Viki, ihr Versprechen ab. Den Abstieg bewältigten wir noch am selben Nachmittag, eindeutig früher als geplant. Deshalb kamen wir noch am Dienstag am Stausee an und fuhren nach Naturns in unser Pfadfinderheim zurück.
Die nächsten Tage verliefen eher gemütlich, da niemand zu viel mehr fähig war. So gingen wir ins Schwimmbad und spazieren, besuchten Kaltern und Meran und sprachen über unsere Zukunft bei der Gruppe Linz 2. In Kaltern ließen wir uns am Abend eine Pizza schmecken. Bei der anschließenden Weinverkostung, von der alle sehr begeistert waren, dürfte der Kelterer ein gutes Geschäft mit den Pfadfindern gemacht haben. Die Kurstadt Meran besichtigten wir zuerst unfreiwillig mit dem Auto, auf der Suche nach einem Parkplatz, und schließlich schlenderten wir noch freiwillig durch das Stadtzentrum mit der Einkaufsstraße. Am Nachmittag legten wir uns in einen Park und genossen dort die freie Zeit bis zum Abend. Sylv war leider nicht mehr dabei, da sie an diesem Tag wegen ihrer Arbeit schon nach Hause fahren musste.
Vor unserem nächsten Höhepunkt, Besuch des Gardalands, verließ uns auch unsere zweite Leiterin, Andi, da sie „richtigen Urlaub“ machen wollte.
Der Vergnügungspark Gardaland war schließlich der krönende Abschluss für ein tolles Lager.
Am nächsten Tag standen nur noch das Aufräumen und die Heimfahrt auf dem Tagesplan.